Der Ehrenbürger Matthias Koch war zu dieser Zeit Lehrer in Waiblingen und Tübingen. Doch es zog ihn in ungestilltem Heimweh immer wieder zurück zu den Tälern und Wädern seines Heimatortes, dem Albdorf hinter dem Lochen.
Karl Hötzer erzählt weiter von den miterlebten liebevollen Gesprächen die Matthias Koch mit seinen Tieringern führte, die ihrem Ehrenbürger mit Stolz begegneten. Hier war sein Wesen verwurzelt und eben dies gibt seiner Dichtung das ursprünglich -treuherzige, das nur in echter Mundart gedeihen kann.
Am 1. Oktober 1936 ging er ein zur ewigen Ruhe und wurde, wie er es gewünscht hatte, im Grab seiner Mutter auf dem Tieringer Friedhof beigesetzt.
Nun war daheim, was an Matthias Koch sterblich war. Sein nimmermüder Geist, der sich so gerne fragend und rätselnd mit den letzten Dingen befaßte, hatte den Weg zu der Welt über den Sternen angetreten zu der er sich freudig bekannte mit den Versen
"Ja und nein, sie wechseln immer,
Ja behält den goldenen Schimmer."
Die "Kohlraisle" sind noch da und beglückend erleben wir die Erfüllung dessen, was Ludwig Finckh im Jahre 1930 anläßlich des 70. Geburtstages vorhersagte:
"Die Kohlraisle sind jung geblieben, blühend, bescheiden, beglückend. Und sie werden noch frisch sein, wenn der Dichter 70 Jahre unter dem Boden ruht. Sie stehen und blühen, und uns bleibt nichts anderes übrig als zu danken."
Auszug vom Geleitwort zum Buch "Kohlraisle" von Karl Hötzer April 1957

![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()